Mit dem Science Fiction Film Spectral hat Netflix die Exklusivrechte für einen Film bekommen, der eigentlich im Kino laufen sollte. Aufgrund schlechter Einspielergebnisse anderer Filme, entschieden sich Universal und Legendary Pictures jedoch dazu, die Rechte anders zu verwerten. So kommt es, dass Netflix einen recht aufwändigen Action-Kracher im Portfolio hat, den man einem Streamingdienst – trotz sehr guter Eigenproduktionen – nicht zutrauen würde.

Die Handlung

Spectral spielt in einer nicht näher bezeichneten Zukunft. Weltweit herrschen Kriege und Dr. Clyne, seines Zeichens Wissenschaftler und Erfinder bei der DAPRA, kann sich vor Aufträgen kaum retten. Aus Moldavien, in dem ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist, erreicht ihn ein Hilferuf. Die dort eingesetzten US Truppen sind auf einen Feind gestoßen, der unsichtbar und unglaublich gefährlich ist. Da  Dr. Clyne die Ausrüstung entwickelt hat, soll er sich auf den Weg ins Kriegsgebiet machen und den Truppen helfen. Was er dort vorfindet, versetzt ihn in Erstaunen und gemeinsam mit einer abgehalfterten Gruppe Soldaten und jeder Menge Bastelei beginnt er den Kampf gegen den übermächtigen Feind.

Kritik

Spectral ist ein effektvoller Film, der sich was die Handlung angeht, bei verschiedenen anderen Filmen aus dem Genre bedient. Nicht zu übersehen ist die Ähnlichkeit mit Final Fantasy, in dem man gegen einen sehr ähnlichen Gegner kämpfen muss. Bei Spectral driftet das Ganze jedoch nicht in die Esoterik sondern in die Wissenschaft ab. So Bildgewaltig der Film ist, so flach ist doch die Story. Vieles ist zu vorhersehbar und die Charaktere bekommen keine Chance sich zu entwickeln. So bleibt am Ende nur ein „nett gemacht“ im Kopf hängen.