Martin fragt die Bloggergemeinde auf Webmasterfriday danach, mit welchem System sie in der Welt des Internets unterwegs sind und womit sie arbeiten… Mac oder Windows… Apple oder…

Meine Antwort lautet aus Überzeugung: Windows und Android. Warum, das erkläre ich Euch.

Meine Computerlaufbahn begann Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts (Mein Gott, hört sich das blöd an). Mein erster Rechner war ein Commodore C128D. Nun kann man nicht gerade sagen, dass dies ein Arbeitsrechner ist und so wurde er auch nicht von mir genutzt. Dazu lag mein Augenmerk mit zarten 16 Jahren einfach woanders, es gab eigentlich keine ernst zu nehmenden Programme und einen Drucker nannte ich auch nicht mein eigen. Das Internet, wie wir es heute kennen, war sowieso noch nicht erfunden. So spielte ich eher die guten alten C64 Spiele und versuchte mich ein wenig in der Programmiersprache Basic.

Gefolgt wurde der C128 von weiteren Commodore Rechnern, wie dem Amiga 500 und dem Amiga 1200, den ich übrigens immer noch habe. Je weiter ich mit diesen Rechnern kam, desto mehr baute ich sie aus. Immerhin besaß der 1200er eine Festplatte mit 80 MB Speicherplatz, der mehr als ausreichend war. Da kam dann auch mein erster Nadeldrucker und ich baute höchst persönlich ein CD-ROM Laufwerk via Parallelanschluss an.

Erst 1997 erstand ich meinen ersten Windows 95 PC und mit diesem begann auch meine „Karriere“ im Internet. Das 56k Modem röchelte jeden Abend vor sich hin. In etwa zu dieser Zeit entstand auch der erste Content auf Voetz.net. Ich hätte ja lieber Voetz.de mein eigen genannt, aber die Adresse war bereits registriert. Der Inhalt den ihr dort seht, steht übrigens seit damals da drin. Eine beständige Seite sozusagen ;-)

So nach und nach folgte ein Windows PC dem anderen. Auch der Ärger mit Windows 98 und XP brachte mich nicht so richtig davon weg. Ich nahm lieber mehrere Bluescreens und Neuinstallationen in Kauf, statt für teures Geld einen iMac zu kaufen, den ich übrigens sehr schick fand.

2003 kam das erste Mobile Gerät ins Haus: ein Laptop von Medion, der mir genau 2 Jahre gute Dienste geleistet hat. Pünktlich nach Ablauf der Garantie rauchte nämlich die Grafikkarte mit Knall und Rauch ab. Man darf abrauchen also wörtlich nehmen. Enttäuscht machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative und weil Basti zu der Zeit von Apple und den Macbooks so begeistert War, wurde es ein weißes 13 Zoll Macbook.

Damit begann aber der „Ärger“ erst. Unser stationärer PC war immer noch ein Windows Rechner und fast alle Programme mussten nun neu gekauft werden. Zum Glück ist die Software bei und für Apple nicht so teuer, wie für Windows. Als Beispiel sei hier Microsoft Office genannt. Das eigentliche Problem war die Kommunikation zwischen Windows und Mac. Ich habe es nie hinkommen, eine stabile Netzwerkverbindung aufzubauen, was beim gemeinsamen Arbeiten durchaus ein paar Probleme mit sich bringen kann. Nebenbei waren auch die Programme nicht wirklich untereinander kompatibel. Zu dieser Zeit haben meine Frau und ich unser erstes Buch geschrieben. Gerade Formatierungen zeigten sich als sehr widerspenstig und so mussten wir oftmals doppelt arbeiten.

Dieses und die Schwierigkeiten bestimmte Software für den Mac zu bekommen kommen veranlassten mich dann dazu, auch auf dem Macbook Windows zu installieren. Damit gehörten alle Schwierigkeiten der Vergangenheit an. Das Macbook an sich ist nämlich ein tolles Stück Hardware und ist auch aus heutiger Sicht seine 1200 Euro wert gewesen.

Was das mobile Internet angeht, nun, da bin ich erst sehr spät zu gekommen. Sicherlich besaß ich seit Anfang der 90er das eine oder andere Mobiltelefon und auch im neuen Jahrtausend wurden diese immer smarter, aber ins Internet ging ich mit ihnen doch nicht. Erst 2010 stand für mich fest, dass ich auch unterwegs immer auf dem laufenden bleiben möchte. Die Entscheidung, ob iPhone oder was anderes entschied am Ende der Geldbeutel. Sicherlich ist das iPhone interessant, doch sind es die Tarife und die Anschaffungskosten nicht. Ich war nicht bereit über 60 Euro im Monat für das Unternehmen mit dem großen T auszugeben und dann auch noch einige hundert für das iPhone. So wurde am Ende Android daraus. Ich hatte vorher noch nicht viel davon gelesen, nur mal das G1 von Basti bewundert. Meine Recherchen überzeugten mich aber davon, doch eher auf Android, statt iOS zu setzen.

Was soll ich sagen? Ich bin weiterhin nicht bereit, von Android weg zu gehen. Ich habe Googles Betriebssystem inzwischen wirklich lieb gewonnen. Auch bin ich fast zum Google Jünger geworden. Meine Dokumente erstelle ich oftmals in GDocs… Sorry… Google Drive. Meine Mails und Kontakte verwalte ich in Gmail und auch sonst nutze ich Google Dienste wie G+ mehr als regelmäßig.

Dieser Beitrag ist übrigens mit der WordPress App auf meinem Samsung Galaxy Note entstanden. Daran sieht man, wie gut das alles zusammen arbeitet und wie abhängig ich inzwischen vom Internet geworden bin, nicht zuletzt wenn man liest, wie es mir geht, sollte ich mein Handy mal zu Hause vergessen.

Wie sieht es denn bei Euch so aus? Womit arbeitet, womit bloggt ihr? Es würde mich interessieren, also vergesst nicht den Backlink.