Nicht abmahnfähiges Bild

Nicht abmahnfähiges Bild

Heute wurde laut dem Bestatterweblog vor dem Landgericht Köln ein Urteil gefällt, welches meiner Meinung nach jeder Beschreibung spottet. Unter dem Aktenzeichen AZ 14 O 427/13 entschied es, dass ein Bild abmahnfähig und es dem Urheberrecht zuwider ist, wenn sich dieses über eine eigene URL aufrufen lässt. Dies gilt auch dann, wenn alle weiteren Lizenzbestimmungen eingehalten wurden, wie zum Beispiel der Vermerk mit Angabe des Urhebers unter dem Bild im Rahmen des Artikels.

Dummerweise nutzen fast alle Webseiten diese Technik, ist die URL doch notwendig, um das Bild in den Artikel einzubinden. Auf dem Bestatterweblog (toller Name nebenbei), häufen sich sich die ungläubigen Kommentare, die ich voll und ganz nachvollziehen kann. In seinem Beitrag geht der Autor, Peter Wilhelm, auch auf mögliche Alternativen der Kennzeichnung ein, die aber allesamt unsicher sein dürften und weitere Urheberrechtsverletzungen, wie das nachträgliche Bearbeiten von geschützten Bildern, nach sich ziehen können.

Ich selbst wurde auch schon wegen einer solchen Urheberrechtsverletzung abgemahnt, wie ich zugeben muss, zurecht. Blauäugig hatte ich mich damals der Google Bildersuche bedient und das Bild als Titelbild einer einzelnen Seite verwendet. Daraus habe ich gelernt und nutzte seitdem eigene Bilder, oder solche aus Bilddatenbanken wie Pixelio oder AboutPixel. In dem vorliegenden Fall handelt es sich allerdings um einen Fotografen, der seine Werke bei Pixelio angeboten hatte. Eine kurze Recherche nach seinem Namen (den man in den Kommentaren beim Bestatterweblog lesen kann), brachte erstaunlich viele Ergebnisse in Sachen Abmahnung.

Mein Fazit für mich: Ich sehe zu, dass ich mich nicht mehr solcher Quellen bediene, sondern nutze eigene Bilder oder die von befreundeten Fotografen, wie Jörg Voss, der mir freundlicher Weise die Nutzung einiger seiner Werke gestattet.

Übrigens sollte man nicht nur bei Bildern vorsichtig sein. Mein jüngster „Fall“ betraf ein Zitat eines recht unbekannten Autors, für welches ich nun (wahrscheinlich auch Dank Quellenangabe und somit leichterer Suche) 1400 Euro berappen darf. Wenn das so weiter geht, müssen Künstler und solche, die sich dafür halten, bald Flaschen sammeln, weil niemend mehr ihre Werke im Internet erwähnen und somit bekannt machen wird.