Bielefeld 1895

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Seit Mitte der 90er Jahre geistert eine Bielefeld-Verschwörung durch das Internet, nach der es diese Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfahlen nicht geben soll. Tatsächlich scheint es sich hier um eine groß angelegte Vertuschungsaktion zu handeln, die in Wahrheit über andere, noch viel unglaublichere Dinge, hinweg täuschen soll.

Die eigentliche Stadt, die es nicht gibt ist Berlin

Die Täuschung wurde offensichtlich von langer Hand vorbereitet. Bereits am 20. Juni 1991 beschloss der deutsche Bundestag im wiedervereinigten Deutschland die Verlegung des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin, einer Stadt, die bis 1945 tatsächlich existiert hat. Wie ich aus gut informierten Kreisen erfahren habe, wollte die damalige Regierung einen Ort für unfähige Politiker schaffen, die sie für ihre fehl gelaufene Politik und immense Steuermittelverschwendung verantwortlich machen konnten. Um von dieser unglaublichen Tatsache abzulenken, brachte der mutmaßliche BND Mitarbeiter Achim H. 1993 das Gerücht in Umlauf, dass es eine Stadt wie Bielefeld gar nicht geben könne. Es dauerte fast ein Jahr, bis sich diese These langsam verbreitete und weitere Jahre, bis sie sich in den Köpfen der Bundesbürger festsetze. So konnte erst 1999 mit der Verlegung der Bundesregierung begonnen werden.

Ein perfekt gewählter Zeitpunkt, wurde doch zur gleichen Zeit die Jahrtausend-Hysterie durch diverse Regierungen und wirtschaftliche Organisationen der Welt geschürt, um zusätzliche Panik zu verbreiten. Unter anderem sollten Computersysteme auf aller Welt zusammen brechen, da die internen Zeitmesser nur von 1970 bis 1999 laufen würden. Wie wir alle wissen, ist zum Jahreswechsel nichts eingetreten. Auch die Bielefeld-Verschwörung geriet langsam in Vergessenheit, so dass die Schattenregierung in Bonn einen neuen Plan entwickeln musste.

Gemeinsam mit einflussreichen Vertretern der Bauwirtschaft wurde beschlossen, der imaginären Stadt Berlin einen neuen Flughafen zu spendieren. Jedoch zeigte sich gleich zu Beginn ein Problem auf: In einem Anfall von Gigantomanie spendierte der, inzwischen mit 35 Jahren in Ruhestand gegangene, Unterstaatssekretär Lutz Freiwald der Bundeshauptstadt drei bestehende Flughäfen. Tegel, Tempelhof und Schönefeld. Kurzer Hand beschloss man Tempelhof zu schließen und für weitere Ablenkungsmanöver in der Hinterhand zu halten. Tegel sollte dann nach Fertigstellung des neuen imaginären Flughafens BER nach folgen.

Der angebliche BER

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Wie sich herausstellte, haben sich die Planer einen zu engen Zeitplan gesteckt, um die Bevölkerung lange und effizient genug von den Fehlentscheidungen in Bonn abzulenken. Aus diesem Grunde werden immer weitere Fehlinformationen erfunden. Ursprünglich sollte die BER Ablenkungsaktion 2012 mit der angeblichen Eröffnung des Flughafens beendet werden. Als aber abzusehen war, dass man diesen noch für weitere Probleme dringend benötigte, ersann man Nebenablenkungen, wie die Affaire um den damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, die man immerhin bis 2014 ausnutzen konnte, sowie eine angebliche Deutung eines Maya Kalenders, die für 2012 den Weltuntergang voraus sagte. Gerade mit der letzteren Aktion schnitten sich die Strategen ins eigene Fleisch, habe sie doch versäumt für herab fallende Asteroiden und andere Naturkatastrophen zu sorgen, die diese Behauptung gestützt hätten.

So kam es, dass sich das Interesse der Bürger wieder auf den angeblichen Flughafen BER richtete. Mit Hilfe von Computeranimationen, die durch das renommierte Team von Industrial Light & Magic realisiert wurden, wurde der Öffentlichkeit bis dahin ein Baufortschritt vorgegaukelt, der trotz Milliarden Zahlungen an diverse Briefkasten-Firmen, gar nicht existent war. So blieb den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als die Eröffnung zu verschieben. Jedoch geschahen auch hier Fehler, durch mangelnde Kommunikation zwischen den beteiligten Abteilungen der Schattenregierung in Bonn. So musste der geplante Eröffnungstermin zwischenzeitlich mehrfach verschoben werden.

Wie lange kann es so gehen?

Wie lange kann diese Strategie noch weiter gehen, ohne dass dies den BILD-Lesern auffällt? Die Schattenregierung tut ihr Bestes, um den Bildungsstand der Bürger zu senken, jedoch benötigt dies trotz der von ihnen beeinflussten Programmgestaltung der privaten Fernsehsender RTL, RTL2, Sat1 und Pro7 mehr Zeit, als ursprünglich geplant. Der letzte Versuch, es mit einem senken des Niveaus der ZDF Sendung Wetten, dass…? zu beschleunigen, schlug leider am gestrigen Sonnabend ebenfalls fehl.