Bereits seit 25 Jahren versucht sich das e-Book in der breiten Öffentlichkeit durchzusetzen  bisher mit mehr oder weniger Erfolg. Den einen Menschen fehlt es an der Haptik und bevorzugen daher die richtigen Bücher aus Papier, andere kommen mit der Technik nicht klar und wieder andere finden e-Book-Reader einfach noch zu teuer. Da konnte auch der Amazon Kindle noch keine Abhilfe schaffen, allerdings die Akzeptanz um einiges steigern.

Nun gibt Richter Nelson Wolff aus dem texanischen Bezirk San Antonio bekannt, dass er mit dem Konzept Biblio Tech das Angebot der örtlichen Büchereien erweitern möchte. Die Büchereien sollen neben den Büchern auch e-Book-Reader anbieten, damit sich auch Wenigverdiener ebenfalls e-Books ausleihen können. Der Richter verspricht sich dadurch unter anderem Einsparungen in den Personal- und Betriebskosten, da kurz über lang weniger Fläche für die Bücherei zur Verfügung gestellt werden muss und die Katalogisierung und Handhabung weniger Personal erfordert.

Das man e-Books in der Bücherei ausleihen kann, ist weder in den USA, noch in Deutschland neu. Über die Internetseite des Verbandes Öffentlicher Blibliotheken (www.voebb24.de) lassen sich bereits seit Jahren elektronische Medien ausleihen, inklusive Videos und Musik. Allerdings benötigt man dazu ein entsprechendes Endgerät. Sogar eine iPhone und eine Android-App sind verfügbar. Ich selber habe es allerdings noch nicht getestet (wird wohl mal Zeit).

Persönlich finde ich die Idee fantastisch, wenn man sich die e-Book-Reader ebenfalls in der Bücherei ausleihen könnte. Allerdings sehe ich ähnliche Probleme, wie die Kritiker der Bilbio Tech: Der Schwund an Readern könnte teurer zu stehen kommen, als die Ersparnis an Personal- und Betriebskosten. Denn sein wir mal ehrlich: Ein Buch ist erheblich günstiger, als ein Reader.

via: Das Freizeichen Bild: © Grey59 / pixelio.de