Foto: Andreas Voetz

Als wir 2014 das erste Mal im Tropical Island waren, haben wir uns verliebt. Seitdem kamen wir öfter zu Besuch. Im Januar 2017 waren wir nun erneut zum entspannen dort und wollen über die Veränderungen informieren.

Wer genaueres über die Übernachtsmöglichkeiten wissen möchte, schaut weiter unten in unseren Originalartikel von 2014. Hier hat sich nicht all zu viel geändert.

Den Geburtstag meiner Frau haben wir zum Anlass genommen, den ersten Besuch im Tropical Island im Jahre 2017 durchzuführen. Man muss nämlich wissen, dass Geburtstagskinder an eben jenem Tag freien Eintritt in die tropische Erlebnislandschaft erhalten. Wer zusätzlich noch in den Wellness- / Saunabereich möchte, zahlt 14 Euro Aufpreis. Auch Kindergeburtstage können hier gefeiert werden, was wir für unseren Junior mal im Auge behalten werden, auch wenn dies 25,00 Euro pro Person kostet… Im Kinderrestaurant Tropolino ist zumindest schon ein Thron reserviert.

Tropical Islands Kinderrestaurant Tropolino

Neuerungen

Unser letzter Besuch im Tropical Island war 2015. Als wir dies realisierten, waren wir schon ein wenig erschrocken, denn wir hatten es gar nicht wahrgenommen, dass dies schon so lange her ist. In der Zeit hat sich einiges verändert. Neben kleineren Umbauten im Restaurant und Foodcourt Bereich hat im letzten Jahr der neue Außenbereich Amazonia eröffnet. Auf 35.000 Quadratmetern sind zahlreiche Wasserattraktionen hinzugekommen. Unter anderem mit dem Whitewater River ein 250 Meter langer Strömungskanal. Aufgrund der Witterung und einer leichten Erkältung haben wir diesen nicht selber ausprobiert. Dies holen wir bei einem späteren Besuch nach, doch war Amazonia auch bei -5 Grad Außentemperatur gut besucht.

Tropical Islands Amazonia Eingang

Der Restaurantbereich wurde ebenfalls ein wenig modernisiert. Das ehemalige Jabarimba heißt jetzt Bora Bora Lounge und wurde flächenmäßig vergrößert. Die Raucherlounge ist immer noch in dem darüber gelegenen Gebäude vertreten, jedoch wurde der ehemals offene Raucherbereich inzwischen geschlossen. Neben gemütlichen Sofas findet man dort nun auch offene Raucherkabinen, die den Zigarettenrauch sofort abziehen. Das vor Ort befindliche Personal kümmert sich rührend und wirklich jedes Mal wenn wir dort waren, kam die „Bardame“ und hat die Tische gereinigt.

Neue Energie nicht nur für den Besucher

Eine interessante Neuerung haben wir erst durch Zufall entdeckt. Im Tropical Island kann nicht nur der Gast neue Energie tanken, sondern auch sein Smartphone. An verschiedenen Stellen, unter anderem der Bora Bora Lounge, stehen Ladestationen für die technischen Geräte der Besucher. Jedem steht ein eigenes Fach mit den unterschiedlichsten Anschlüssen zur Verfügung. So muss der Gast nicht einmal sein eigenes Ladekabel mitbringen. An der Bar, den Restaurants und an der Information kann man für 1 Euro Chips kaufen, die dann für 2 Stunden Laden ausreichen sollen. Sollte das nicht ausreichen, hat man uns unter vorgehaltener Hand gesagt, dass man dann einen weiteren Chip kostenlos bekommen könnte. Jedes Fach wird mit einer vom Gast selbst festgelegten Pin gesichert und bleibt solange verschlossen, bis dieser sein Gerät abholt. In unserer Energiehungrigen Zeit ein interessanter Service wie ich finde.

Tropical Islands Handyladestationen

Wer mit offenen Augen durch das Tropical Island geht, wird mit Sicherheit noch die eine oder anderen Überraschung vorfinden. Unter anderem auch mal die Höhenarbeiter, sich das Dach in  über 100 Metern Höhe reparieren… nun folgen noch ein paar Eindrücke unseres letzten Besuchs.

Original vom Oktober 2014

Nachdem die Cargolifter AG 2002 Insolvenz anmelden musste, war die Luftschiffhalle auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflughafen bei Krausnick wohl die größte Hinterlassenschaft. Immerhin das größte freitragende Gebäude der Welt, war die Zukunft mehr als ungewiss, zumindest bis 2003 eine malaysische Investmentgruppe das Gebäude aus der Insolvenzmasse kaufte und großes damit vor hatte. Ein Jahr später eröffnete das Tropical Islands, eine subtropische Bade und Erlebniswelt.

Die Lage

Das Tropical Islands liegt im tiefsten Brandenburg und ist nur mit dem Auto einfach zu erreichen, da die A13 ganz in der Nähe vorbei führt. Bahnreisende können sich vom Bahnhof in Brand mit einem Shuttlebus hin bringen lassen.

Schon von weitem sticht die 350 Meter lange, 210 Meter breite und 107 Meter hohe Halle ins Auge. Man kann sich kaum vorstellen, was sich in ihrem inneren verbirgt. Parkplätze sind reichlich vorhanden. Ich empfehle jedoch jedem, der etwas mehr Gepäck dabei hat, erst vor den Haupteingang zu fahren und dieses dort abzuladen, denn die Wege sind lang.

Schon von außen ein imposanter Anblick

Schon von außen ein imposanter Anblick

Wie ihr euch denken könnt, erging es uns ganz genauso. Da P1 voll war, mussten wir einmal rund herum um die Halle.

Übernachtungsmöglichkeiten

Wir hatten über einen Reiseanbieter eine Übernachtung im Standard Doppelzimmer gebucht, was mit 79 Euro pro Person gute 36 Euro günstiger war, als eine direkte Buchung auf der Seite von Tropical Islands. Immerhin entspricht die Ersparnis dem Preis eines Tagestickets. In diesem Angebot war folgendes enthalten:

  • Übernachtung im 4 Sterne Standard Doppelzimmer
  • Frühstücksbuffet
  • Zutritt zum Tropical Islands und zur tropischen Saunalandschaft ab 3 Uhr (ja, nachts) am Anreisetag bis 3 Uhr am Tag nach der Abreise

Im Vergleich zu einer täglichen Anreise und den Tageskarten spart man so 20 Euro und hat zusätzlich eine Übernachtung mit drin.

Das sogenannte Standard Zimmer macht seinen 4 Sternen alle Ehre. Direkt von der Halle aus gelangt man in das außerhalb liegende Gebäude, welches durchaus seine Vorteile hat, denn so erhält man Frischluft, die in der 30 Grad warmen Halle fehlt. Selbstverständlich gibt es auch weitere Übernachtungsmöglichkeiten. So stehen innerhalb der Halle Zelte und Hütten zur Verfügung, die jedoch bei Preisen ab 69 Euro nur unwesentlich günstiger sind und den Nachteil haben, das man den 24 Stunden Betrieb voll und ganz mitbekommt. Außerhalb der Halle, stehen seit einiger Zeit neben einem Campingplatz auch Ferienhäuser, was für einen Familien(kurz)urlaub sicherlich die beste Wahl sein dürfte. Hier kostet ein Ferienhaus 289 Euro für 2 Übernachtungen, inklusive Eintritt ins Tropical Island. Bei einer Belegung mit 6 Personen rechnet sich dies durchaus, sind es doch ca 24 Euro pro Person. Eine Alternative, die wir uns überlegen werden.

Das Tropical Island von innen

Da es sich beim Tropical Island um ein Badepardies handelt, hatten wir beim eintreten eigentlich eine Atmosphäre wie in einer Schwimmhalle erwartet und wurden positiv überrascht. Sicherlich erschlägt einen die Lufttemperatur von knapp 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit von über 50 Prozent, wenn man an einem herbstlichen Tag anreist, jedoch fehlt der Schwimmbadtypische Chlorgeruch. Dieser war nur ganz leicht wahrzunehmen.

Zu rechten befinden sich die Kassen für die Tagesgäste. Um 11 Uhr morgens waren nur zwei geöffnet und eine ansehnliche Schlange hatte sich gebildet. Geradeaus werden die Übernachtungsgäste versorgt. Der Check In ging zügig und freundlich von statten. Man bemerkt an den Fremdsprachen, die die Mitarbeiter beherrschen, dass sehr viele Gäste aus dem Osteuropäischen Raum das Tropical Islands besuchen. Wer jetzt gleich mit Vorurteilen daher kommt: Es ist nicht mit den angeblichen Russeninvasionen in Urlaubsregionen zu vergleichen!

Zwei schöne Tage können beginnen

Zwei schöne Tage können beginnen

Neben der Zimmernummer und einem Lageplan bekommt man ein Chip-Armband, welches gleich mehrere Funktionen erfüllt: Zum einen ist es der Schlüssel zum Zimmer und zum Umkleideschrank, in dem man seine Sachen bis zur Zimmerübernahme ab 16 Uhr verstauen kann, zum anderen dient es als Zahlungsmittel auf dem sämtliche Speisen, Getränke und Attraktionen abgerechnet werden. Zu diesen Preisen später mehr.

Der Übersichtsplan

Der Übersichtsplan

Nicht immer eindeutig, die Stockwerkzuordnung

Nicht immer eindeutig, die Zimmernummer

Der beim Check In ausgehändigte Übersichtsplan hat uns gute Dienste geleistet, denn die Beschilderung ist nicht immer aussagekräftig. Auch das Zimmer war nicht leicht zu finden. Als wir aber dahinter kamen, dass die zweite Stelle unserer Zimmernummer wichtig war (2310) ging alles wie von selbst.

Es ist erstaunlich, wie viel unterschiedliche Dinge man auf einer Grundfläche von 350 x 210 Metern unterbringen kann. Hier wurde nahezu jeder Meter sinnvoll genutzt. Direkt rechts neben dem Eingang befindet sich ein riesiger Bereich mit nahezu 8000 Schließfächern. Allerdings passen hier nur Sporttaschen rein. Reisekoffer sollte man direkt am Check In deponieren. Gleich daneben befindet sich Europas größte Tropen Sauna Landschaft, wobei ich mich frage: gibt es noch andere? Überhaupt wartet das Tropical Islands mit jeder Menge Superlativen auf, die wir nicht alle überprüft haben. Weltgrößte freitragende Halle, Deutschlands höchste Wasserrutschen, größter Indoor Regenwald der Welt und so weiter. Was man unumwunden zugeben muss ist, dass das Tropical Islands beeindruckend ist.

Die Mitte der Halle wird von eben jenen tropischen Regenwald beherrscht, der dadurch auch die beiden Badewelten Südsee und Lagune von einander trennt. Zwischendurch finden sich immer wieder Gebäude, die einen im tropischen Stil, die anderen auf Südsee getrimmt. Hierin befinden sich neben den Lodges auch Geschäfte und Lokale.

Von Bali in das Kinderparadies

Auf verschlungenen Wegen gelangt man von einem Themenbereich in den anderen. Alles ist mit viel Liebe zum Detail angelegt. Becken mit Koi-Karpfen laden zum verweilen ein, die Bars im Tropendorf sind zwar groß, aber gemütlich. Leider war zu unserer Anwesenheit der African Jungle geschlossen. Auch im Piratendorf, welches den Großteil des Kinderbereiches markiert war teilweise außer Betrieb. So die Kanonenboote, mit denen man sich Wasserschlachten hätte liefern können, sowie der Paddelpool. Da wir diesmal ohne Kinder unterwegs waren, fiel dies nicht so sehr ins Gewicht, immerhin war der Kletterbereich, welcher der größte ist, den ich je zu Gesicht bekommen habe und die Kartbahn frei. Leider kosten einige Dinge, wie die Kanonenboote und die Kartbahn je 1 Euro pro Fahrt, was die Kinderbespaßung über den Tag recht teuer machen kann.

Für Kinder wird viel geboten

Für Kinder wird viel geboten

Die Wasserwelten

Direkt hinter dem Kinderbereich liegt Deutschlands höchster Wasserrutschenturm, der bis zum Sommer noch 3,50 Euro pro Tag extra kostete, nun aber dankenswerter Weise im Eintrittspreis enthalten ist. Hier kann der Besucher aus vier Rutschen verschiedenster Schwierigkeitsgrade auswählen: Eine kurze, breite und wellige, die auch für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist, eine rote, die dem rutschen mit Gummireifen gewidmet ist, einer gelben ab ca 12 Jahren und der blauen, sehr schnellen Rutsche. Gerade die blaue und höchste wurde selten genutzt, allerdings soll man hier auch bis zu 60 Km/H erreichen. Das ist nicht für jeden etws. Verständlicher Weise waren gerade vor der roten und der gelben Rutsche die Warteschlangen ansehnlich. Ich schätze eine Wartezeit von 20 Minuten und mehr sollte man für den Spaß einrechnen, doch Sicherheit geht vor, denn die Ampeln springen erst auf grün, wenn die Gefahr einer Kollision am Ende nicht mehr gegeben ist.

Der blick vom Wasserrutschenturm

Der Blick vom Wasserrutschenturm

Weiter geht´s zur Südsee mit seinem 200 Meter langen Sandstrand und den Terassenförmig angelegten Liegeflächen. Das Becken ist riesig, mit durchschnittlich 1,35 Meter aber nicht sonderlich tief. Ein wenig erinnert der Anblick der dicht an dicht  stehenden Liegen an die Hotelhochburgen an Mittelmeer und Karibik, doch darf man nicht vergessen wo man ist: In einer Halle mit begrenztem Platzangebot. Obwohl wir mitten in der Woche dort waren, war das Tropical Islands gut ausgelastet.

Die Südsee vom Wasserrutschenturm aus 27 Metern

Die Südsee vom Wasserrutschenturm aus 27 Metern

Wer schon einmal in einer dieser großen Hotelanlagen Urlaub gemacht hat, wird es wieder erkennen: Handtücher auf ungenutzten Liegen. Auch im Tropical Islands hat sich diese Eigenart eingebürgert, sein Revier mit einem Handtuch zu markieren. Auf manchen hat man den ganzen Tag niemanden liegen sehen. Eigentlich traurig. Hat man erst einmal seinen Platz gefunden, kann es doch unbequem werden. Die Teakholzliegen sind äußerst unbequem. Allerdings bekommt man an den Bars oder Restaurants für 2,50 Euro am Tag (zzgl. 10 Euro Pfand) eine Auflage. Wenn ich die anderen Rezensionen zum Tropical Islands lese und wie ich selbst gesehen habe, sparen sich viele diese Zusatzausgabe. Auch ich bin der Meinung, dass ein Pfand reichen sollte.

Ein Tunnel der vebindet

Durch einen Tunnel gelangt man an sanitären Anlagen und einem der Wellnessbereiche vorbei zur Lagune, die insbesondere für Ruhe suchende geeignet ist. Auch hier finden sich zwei Wasserrutschen, die auch für junge Gäste geeignet sind. Wie in der Südsee stehen hier die Liegen dicht an dicht, was aber zu verschmerzen ist. Hier haben wir die meiste Zeit unseres Aufenthaltes verbracht. Direkt an der Lagune stehen sechs Premium Lodges, die zwar ein abenteuerliches Übernachten, aber nicht gerade Ruhe garantieren. Das Tropical Islands ist 24 Stunden geöffnet und wird auch 24 Stunden genutzt. Dies sollte man sich klar machen, bevor man eine Übernachtung in der Halle bucht.

Eine Lagune wie auf Bali

Eine Lagune wie auf Bali

Essen und Trinken

Das leibliche Wohl kommt im Tropical Islands nicht zu kurz, aber auch nicht billig. Da das Mitbringen von Lebensmitteln laut Hausordnung verboten ist, ist man quasi gezwungen sich in den verschiedenen Bars und Restaurants zu versorgen. Dies treibt die Kosten eines Aufenthalts ziemlich in die Höhe und ist zu Recht ein Kritikpunkt, der uns von häufigeren Besuchen abhalten wird. Neben Fastfood kann man auch asiatisch essen, oder sich im Steak-Restaurant an der Südsee sättigen. Die Qualität ist durchweg zufriedenstellend, wenn auch nicht hervorragend. Ein Burger kostet um die 4,90 Euro, ein Putensteak mit Ofenkartoffel 10,90 Euro und im Jabarimba kann man ein All you can eat Barbeque für 16,90 Eur genießen. Im großen und ganzen also ähnlich, wie in jedem anderen Restaurant. Besonders teuer wird es allerdings bei den Getränken, die man Dank der heißen und ungewohnten Temperaturen eigentlich reichlich genießen sollte: 0,5 Liter Softgetränk für 3,20 Euro, ein kleines Bier 2,80 Euro und so weiter. In den zwei Tagen gingen fast 120,00 Euro nur dafür auf die Armbänder. Zum Glück stehen an vielen Ecken sogenannte Kostencheck Boxen, an denen man nachschauen kann, wie viel von den 250,00 Euro Kredit man bereits verbraucht hat, um am Ende nicht vor einer bösen Überraschung zu stehen. Wir haben übrigens nicht nur eine Familie gesehen, die eine (illegal) mitgebrachte Wasserflasche neben der Liege stehen hatte.

Zusätzliche Attraktionen

Neben den Ablenkungen für die Kleinen, gibt es im Tropical Island auch einige weitere Angebote, die nicht immer kostenpflichtig sind. So findet an der Südsee ab 14 Uhr immer eine kleine Animation mit kubanischen Tänzern statt. Ab 17 Uhr erlebt man von Mittwoch bis Samstag an ausgewählten Bars Livemusik. Wer hoch hinaus will, kann für 14,00 Euro pro Person mit dem Ballon unter die Hallendecke schweben, oder sich im Korbballon für 29,00 Euro (zzgl. 5 Euro pro Person) in 25 Metern Höhe durch die Halle ziehen lassen.

Was wir empfehlen können, ist die Abendshow Cuba Tropical, die mit Tanz, Gesang und Akrobatik für den angemessenen Preis von 15,00 Euro eine Stunde lang auf die Karibikinsel entführt.

Die Show Cuba Tropical ist jeden Cent wert

Die Show Cuba Tropical ist jeden Cent wert

Fazit oder TL;DR

Das Tropical Islands ist ein Erlebnis für sich, insbesondere im kalten deutschen Herbst oder Winter. Die Eintrittspreise sind für einen Ort wie diesen angemessen, denn man darf nicht vergessen, dass es sich hier nicht um ein reines Schwimmbad handelt. Unseres hier um die Ecke kostet übrigens 5,50 Euro und bietet nicht annähernd eine solche Vielfalt. Das einzige, was es teuer macht, ist die Versorgung mit Essen und trinken auf Restaurantniveau. Hier besteht durchaus noch Nachbesserungsbedarf. Die Atmosphäre in der Halle ist angenehm, wenn in manchen Momenten auch etwa schwül. Erfreulicher Weise hielt sich der Lärmpegel in deutlichen Grenzen, was unter anderem dem Besuch mitten in der Woche und der fehlenden Beschallung an jeder Ecke geschuldet ist, der man sonst in solchen Lokalitäten begegnen würde.

Für (Ketten)Raucher ist das Tropical Islands übrigens nicht uneingeschränkt zu empfehlen. In der gesamten Halle herrscht verständlicher Weise Rauchverbot und so bleibt einem nur die, im ersten Stock über dem Jabarimba, gelegene Moody Lounge. Neben der Tatsache, dass die Luft hier nicht vom Zigarettenqualm, sondern durch die tropische Atmosphäre ziemlich dick ist, habe ich hier auch keine Möglichkeit für Rollstuhlfahrer gesehen herauf zukommen. Eigentlich Schade, denn sonst ist das Tropical Islands barrierefrei.

Trotz der insgesamt 350,00 Euro, die uns dieser Kurzurlaub für zwei Personen am Ende gekostet hat, können wir das Tropical Islands für die Entspannung zwischendurch empfehlen. Zwei Tage türkische Riviera kosten immerhin auch 300 Euro pro Person und dort ist das 30 Grad warme Badewetter nicht garantiert.