Städte der Zukunft

© ARTE 2014

Wenn ich langeweile habe, mache ich mich gerne auf die Suche nach interessanten Dokumentationen. Heute bin ich auf eine dreiteilige ARTE Produktion von 2014 gestoßen: Städte der Zukunft. Ich kann jedem empfehlen, sich diese einmal in Ruhe anzuschauen.

Jeder der Teile beschäftigt sich mit einem anderen Aspekt. Allen gemeinsam ist die berechtigte Annahme, dass bis 2050 70 % der 9 bis 10 Milliarden Menschen der Weltbevökerung in Städten leben wird. Daraus ergeben sich auch neue, heute nicht bekannte Probleme.

Teil 1 – Die Stadt vom Reißbrett

Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Neubau von ganzen Städten. Ein durchaus interessanter Ansatz, kann so doch auf ein ökologisches und ökonomisches Gleichgewicht geachtet werden. Städte produzieren sehr viel Abfall und Abgase. Dies kann mithilfe einer durchdachten Planung auf ein Minimum reduziert werden. Kurze Wege, Aufbereitung von Wasser innerhalb der Stadt und ausgedehnte Grünanlagen zur Verbesserung der Luftqualität. Bereits heute sind einige solcher Projekte in der Umsetzung. Aber macht Euch doch selbst ein Bild:

 

Teil 2 – Digitalisierung und Vernetzung

Eine Stadt von Grund auf neu planen hat sicher seinen Reiz, doch was ist mit den heutigen Metropolen? Hier setzt der zweite Teil der Dokumentation Städte der Zukunft an. Durch die intelligente Vernetzung der Systeme, bis hin zu den Bewohnern, lassen sich Verkehrsströme lenken, Enrgieverbräuche senken und Abfall vermeiden. Diese digitale Vernetzung hat jedoch nicht nur Vorteile. Auch kritische Stimmen bezüglich der dann gläsernen Bürger kommen hier zu Wort.

Teil 3 – Die Versorgung der Städte

Die Megacities der Zukunft könnten nicht nur ein Energie- sondern auch ein Versorgungsproblem haben. Die landwirtschaftlichen Flächen werden ja nicht größer und durch Klimawandel wie Wachstum der Städte gehen viele von ihnen in der Zukunft verloren. So kann es nicht mehr möglich sein, die Weltbevölkerung auf die bekannte Weise mit Nahrung zu versorgen. Ein drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion verderben bereits auf dem Transportweg zu den Verbrauchern. 40 Tonnen werden stündlich weggeworfen. Entweder wegen Überproduktion, oder weil sie verdorben sind. Abhilfe kann hier das Konzept des vertical Farmings bieten. Anbauflächen werden einfach in die Städte gebracht und können direkt vor Ort verkauft werden. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern spart unmengen an Energie durch wegfallende Transportwege ein. Da fallen die Mehrkosten durch Hydroponik und künstliche Beleuchtung kaum noch ins Gewicht. Außerdem entwickelt sich die Technik immer weiter. Während wir früher 50 Lumen aus einer Kilowattstunde, heute bereits 200!

Fazit

Sicher ist vieles in dieser Dokumentation heutzutage noch Zukunftsmusik, doch entwickelt sich die Technik und sinken die Preise für neue Technologien dermaßen rasant, dass ich glaube, dass die Menschheit das schon hinbekommt. In Anbetracht der Entwicklung bleibt uns auch gar nichts anderes möglich, es sei denn, wir suchen nach Wegen, den Planeten zu verlassen… Wie ist Eure Meinung dazu?