Im Zuge der Ankündigung der Samsung Entwickler Konferenz im Oktober, wirft der Googlewatchblog ein beängstigendes Gerücht in die Welt: Samsung hat vor, die Google Apps, wie Play Store, Gmail und Co. von Ihren Geräten zu verbannen. Ob das ein gute Idee ist?

Verwunderlich wäre dies nicht. Zumindest aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es besser, kostenpflichtige Apps über den eigenen Market zu vertreiben und so den einen oder anderen Cent extra in die Kasse zu spülen. Das Geschäftsmodell setzt Amazon ja bereits erfolgreich mit seinen Kindle Fire Tablets durch und pusht durch die tägliche kostenlose App den Umsatz. Wie Samsung dieses umsetzen wird, kann mit Sicherheit noch niemand sagen. Der Googlewatchblog spricht übrigens von internen Kreisen, die dieses Gerücht in die Welt gesetzt haben. Interessanter Weise konnte ich bisher keine weitere Berichterstattung darüber im Netz finden, weswegen isch es auch nicht so ernst nehmen kann.

Andererseits wäre ein Schritt von Samsung in diese Richtung alles andere als unlogisch. Auch wenn der Aufschrei in der Android-Gemeinde im ersten moment groß sein dürfte, der absolut größte Teil an Samsung Käufern schert sich nicht drum. bei den Absatzzahlen in Millionenhöhe handelt es sich nämlich um Otto normal nutzer, der sich in keinster Weise um das Betriebssystem seinens Handys kümmern dürfte. Mit der Marke Galaxy hat sich Samsung eine Marktmacht geschaffen, die mit der Nokias in den 90er und 2000er jahren vergleichbar ist. Auch da hat sich kaum jemand um das Betriebssystem geschert.

Schafft Samsung es, ausreichend Entwickler für die eigene Plattform zu gewinnen – und davon ist auszugehen – dann dürfte sich das Gerücht schnell genug bewahrheiten. Google wird sich allerdings umschauen, aber trotzdem relativ machtlos sein.